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<title>Treue</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Treue</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Treue</b> (von <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">mittelhochdeutsch</a> <i>triuwe</i>, Nominalisierung des Verbs <i>truwen</i> „fest sein, sicher sein, vertrauen, hoffen, glauben, wagen“) ist eine <a href="Tugend" title="Tugend">Tugend</a>, welche die Verlässlichkeit eines <a href="Akteur" title="Akteur">Akteurs</a> gegenüber einem anderen, einem <a href="Kollektiv" title="Kollektiv">Kollektiv</a> oder einer Sache ausdrückt. Im Idealfall basiert sie auf gegenseitigem <a href="Vertrauen" title="Vertrauen">Vertrauen</a> beziehungsweise <a href="Loyalit%C3%A4t" title="Loyalität">Loyalität</a>. Die Tatsache, dass jemand sich loyal verhält, bedeutet nicht automatisch, dass dieses Verhalten positiv bewertet werden muss (vgl. z.&nbsp;B. Fälle von <a href="Nibelungentreue" title="Nibelungentreue">Nibelungentreue</a>). Auch ist nicht in jedem Fall ein Verhalten, das Außenstehende als Ausdruck von „Treue“ interpretieren, tatsächlich dadurch zu erklären, dass die betreffende Person sich zur Treue gegenüber dem Nutznießer ihres Handelns verpflichtet fühlt. Möglicherweise ist das betreffende Verhalten bloß vorteilhaft für den Handelnden. Durch Außenstehende überprüfbar ist nur das Verhalten eines Menschen, d.&nbsp;h. ob er Loyalitätserwartungen anderer erfüllt oder nicht.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Allgemeines">Allgemeines</h2></div>

<p>Treue ist einerseits die innere feste <a href="Bindungstheorie" title="Bindungstheorie">Bindung</a> einer <a href="Person" title="Person">Person</a> zu einer anderen Person oder <a href="Idee" title="Idee">Idee</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Rituell wird sie durch Gegenstände der <a href="Materiale_Kultur" class="mw-redirect" title="Materiale Kultur">materiellen Kultur</a> <a href="Symbol" title="Symbol">symbolisiert</a> und einen <a href="Schwur" title="Schwur">Treueschwur</a> be<a href="Siegel" title="Siegel">siegelt</a>, z.&nbsp;B. durch einen <a href="Ehering" class="mw-redirect" title="Ehering">Ehering</a>. Darüber hinaus sind der <a href="Haushund#Kulturgeschichte" title="Haushund">Hund</a>, das Sinnbild des <a href="Anker" title="Anker">Ankers</a> und die Farbe <a href="Blau" title="Blau">Blau</a> bildliche Symbole für den Begriff Treue. Andererseits werden auch solche Menschen als „treu“ bezeichnet, die sich so loyal verhalten, wie es von ihnen erwartet wird, ohne dass das Vorliegen einer „Bindung“ im o.&nbsp;g. Sinn bei ihnen nachgewiesen werden könnte.
</p><p>Sprachlich verwandt mit dem Begriff der Treue sind die Begriffe <i>Vertrauen</i> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic"><i>trust</i></span>), <a href="Trauung" class="mw-redirect" title="Trauung">Trauung</a> und die Verben <i>sich etwas trauen</i>, <i>jemandem etwas zutrauen</i>, <i>jemanden mit etwas betrauen</i>, <i>jemanden betreuen</i> sowie <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic"><i>true</i></span> („wahr“). Einige <a href="Romanische_Sprachen" title="Romanische Sprachen">romanische Sprachen</a> haben das Wort in der Bedeutung „Waffenstillstand“ (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Italienische_Sprache" title="Italienische Sprache">italienisch</a></span> <span lang="it-Latn" style="font-style:italic">und</span> <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Spanische_Sprache" title="Spanische Sprache">spanisch</a></span> <span lang="es-Latn" style="font-style:italic"><i>tregua</i></span>, <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französisch</a></span> <span lang="fr-Latn" style="font-style:italic"><i>trêve</i></span> oder auch <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic"><i>truce</i></span>) entlehnt.
</p><p>Der Begriff <i><a href="Untreue_(Deutschland)" title="Untreue (Deutschland)">Untreue</a></i> bezeichnet in der Sprache von Juristen einen <a href="Straftatbestand" class="mw-redirect" title="Straftatbestand">Straftatbestand</a>. Dabei geht es vor allem um die Veruntreuung von Geld einer Firma oder einer Gemeinschaft durch einen Kassierer bzw. einen Kassenwart, der mit der Verwaltung des Geldes beauftragt war und es zweckwidrig verwendet hat.
</p><p>Der Vorgang des Verstoßes gegen ein Loyalitätsgebot sowie das dadurch hervorgerufene Ergebnis wird moralisch als <i>Treuebruch</i> bewertet. Als <i><a href="Verrat" title="Verrat">Verrat</a></i> wird illoyales Verhalten (moralisch) bewertet, wenn die betreffende Person demjenigen, der ein Recht auf ihr treues Verhalten hat, vorgetäuscht hat, dass die gegenseitige Beziehung durch Treue geprägt sei. Als gravierend wird dieses Verhalten dann bewertet, wenn es die Absicht des Täters war, sein Opfer zu schädigen, und wenn der Treuebrüchige aus niederen Motiven ein <a href="B%C3%BCndnis" title="Bündnis">Bündnis</a> mit Gegnern seines Opfers geschlossen hat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zuordnungen">Zuordnungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Treue_zwischen_individuellen_Menschen">Treue zwischen individuellen Menschen</h3></div>
<p>Treue ist relevant bei längerfristiger <a href="Soziale_Distanz" title="Soziale Distanz">sozialer Nähe</a> von Mitgliedern in hochpersönlichen <a href="Institution" title="Institution">Institutionen</a> wie z.&nbsp;B. in der <a href="Freundschaft" title="Freundschaft">Freundschaft</a>, <a href="Partnerschaft" title="Partnerschaft">Partnerschaft</a> oder <a href="Ehe" title="Ehe">Ehe</a>. Sie kann über den Tod hinaus reichen. <a href="Goethe" class="mw-redirect" title="Goethe">Goethe</a> hebt dies hervor, wenn er im <i><a href="Faust._Der_Trag%C3%B6die_zweiter_Teil" title="Faust. Der Tragödie zweiter Teil">Faust II</a></i> (im 3. Akt) die Chorführerin sagen lässt: „Nicht nur <a href="Verdienst" title="Verdienst">Verdienst</a>, auch Treue wahrt uns die <a href="Person" title="Person">Person</a>.“ Eine besondere Form ist hier die „Treue zu <a href="Identit%C3%A4t#Personale_Identität" title="Identität">sich selbst</a>“, man steht dann zu seinen Grundsätzen, zu seinen Neigungen oder zu seiner Vergangenheit. Treue zwischen zwei Menschen basiert auf Erfahrungen, in denen ein Individuum die Wahrheit seiner Aussagen durch Taten der anderen Person gegenüber beweist.
</p><p>Umgangssprachlich wird der Begriff „Treue“ oft als Synonym für sexuelle Exklusivität in der Paarbeziehung verwendet, im Sinne der Ideale der <a href="Monogamie" title="Monogamie">Monogamie</a>. Treue soll in diesem Zusammenhang ausdrücken, dass der Partner außerhalb der Paarbeziehung keine sexuellen Kontakte mit anderen Personen eingeht. Tut er/sie es dennoch, so wird dies von denen, die Partner als zur gegenseitigen Treue verpflichtet betrachten, automatisch als <a href="Seitensprung" title="Seitensprung">Untreue</a>, also Loyalitätsbruch verstanden. Als illegitim geltendes Sexualverhalten wird in solchen Rechtssystemen strafrechtlich verfolgt, in denen „<a href="Ehebruch" title="Ehebruch">Ehebruch</a>“ strafbar ist. Allerdings wird in liberalen Gesellschaften verstärkt die Auffassung vertreten, dass die Frage verhandelbar sei, ob Menschen mit einer sexuellen Dauerbeziehung einander "treu", also sexuell Exklusiv, sein müssten.
</p><p>Ganz allgemein ist mit dem Attribut „treu“ nicht immer die Vorstellung von einem Exklusivitätsgebot verbunden. So erwartet z.&nbsp;B. niemand ernsthaft, dass ein „treuer“ Kunde niemals (auch) auf das Angebot eines Konkurrenten zurückgreift. In vergleichbaren Fällen bedeutet „Treue“ die langfristige Aufrechterhaltung einer (hier: Geschäfts-)Beziehung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Treue_zwischen_Individuen_und_Gruppierungen">Treue zwischen Individuen und Gruppierungen</h3></div>
<p>Treue im Sinne von gegenseitigem Vertrauen und der Erwartung von Beständigkeit der Beziehungen tritt z.&nbsp;B. bei stetiger Zugehörigkeit einer Person zu einer Organisation auf (z.&nbsp;B. auf Grund langjähriger Mitgliedschaft in einem Verein, „Vereinstreue“), bzw. zu einer Institution (z.&nbsp;B. „Kirchentreue“), zu einem Arbeitgeber („Firmentreue“) oder Verkäufer („Kundentreue“). Der <a href="Soziologie" title="Soziologie">Soziologe</a> <a href="George_Caspar_Homans" class="mw-redirect" title="George Caspar Homans">Homans</a> hat hier die These aufgestellt: „Je häufiger der Kontakt, desto intensiver die emotionale Beziehung.“
</p><p>Als Anerkennung eines Verhaltens, das sie als Ausdruck besonderer Treue bewerten, verleihen manche Institutionen ihren Mitgliedern Auszeichnungen, die aber oft nur einen rein symbolischen Wert haben (<a href="Orden_und_Ehrenzeichen" title="Orden und Ehrenzeichen">Treueorden</a>). Firmen vergeben oft als Anreiz, ihnen „treu“ zu bleiben, „<a href="Pr%C3%A4mie" title="Prämie">Treueprämien</a>“ mit einem materiellen Wert an ihre Kunden (z.&nbsp;B. „<a href="Rabattmarke" title="Rabattmarke">Treuepunkte</a>“).
</p><p>Mit der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft ist oft auch eine mehr oder weniger ausgeprägte Erwartung der Treue an deren Mitglieder verbunden. Im Extremfall gilt: <i><a href="Einer_f%C3%BCr_alle%2C_alle_f%C3%BCr_einen" class="mw-redirect" title="Einer für alle, alle für einen">Einer für alle, alle für einen</a>.</i>
</p><p>Wird diese <a href="Tausch_(Soziologie)" title="Tausch (Soziologie)">Wechselwirksamkeit</a> der Treue von einer der beiden Seiten enttäuscht, so kann es geschehen, dass einer der <a href="Akteur" title="Akteur">Akteure</a> innerlich oder äußerlich dieses Treueverhältnis kündigt (soziologisch: „<a href="Exit_(Soziologie)" class="mw-redirect" title="Exit (Soziologie)">Exit</a>“). („Wer mag noch auf Nationen bauen, man habe noch so viel für sie getan.“ – Goethe, <i><a href="Faust_I" class="mw-redirect" title="Faust I">Faust I</a></i>, Walpurgisnacht.)
</p><p>Eine trotz Enttäuschung anhaltende Treue des Einzelnen wird manchmal als <i>hündische Treue</i> bezeichnet (vgl. <a href="Argos_(Hund)" title="Argos (Hund)">Argos (Hund)</a>) oder als Nibelungentreue (eine Form bedingungsloser, emotionaler und potenziell verhängnisvoller Treue).
</p>

<p>Im <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> wurde der Treuebegriff ideologisch extrem überhöht und als besonderes positives Merkmal der germanischen Kultur dargestellt. Die Treue des Volkes zum „Führer“ stellte sich im öffentlichen Leben des „Dritten Reiches“ als allgemeinverbindliche gesellschaftliche Verpflichtung dar, deren leiseste Verletzung schon hinreichte, um verhaftet oder gar ermordet zu werden. Insbesondere gegen Kriegsende reichte eine geringfügige Verhöhnung der Person <a href="Hitler" class="mw-redirect" title="Hitler">Hitlers</a> bereits aus, um in ein Arbeitslager gebracht zu werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Treue_zwischen_Gruppierungen_untereinander">Treue zwischen Gruppierungen untereinander</h3></div>
<p>Diese kann sowohl wechselseitig zwischen über- und untergeordneten Partien bestehen (Beispiel: <a href="Vasall" title="Vasall">Vasallenschaft</a>, vgl. <a href="Feudalismus" title="Feudalismus">Feudalismus</a>) als auch zwischen formal gleichgestellten <a href="Institution" title="Institution">Institutionen</a> (Beispiel: <i><a href="Entente_cordiale" title="Entente cordiale">Entente cordiale</a></i>). Da <a href="Kollektiv" title="Kollektiv">kollektive</a> Akteure durch ihre interne Entschließungsfindung oft unvorhersehbar oder zufällig zu handeln scheinen, ist dies eine zerbrechliche bzw. anfällige Form der Treue. Dies gilt auch für die Vertragstreue zwischen Firmen (vgl. <i><a href="Pacta_sunt_servanda" title="Pacta sunt servanda">Pacta sunt servanda</a></i>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Treuepflicht">Treuepflicht</h2></div>
<p>Treuepflichten sind <a href="Pflicht_(Recht)" class="mw-redirect" title="Pflicht (Recht)">Pflichten</a>, die bestimmte <a href="Rechtssubjekt" title="Rechtssubjekt">Rechtssubjekte</a> kraft Gesetzes wahrzunehmen haben. Die <a href="Nebenpflicht" title="Nebenpflicht">Nebenpflichten</a> des <a href="Arbeitnehmer" title="Arbeitnehmer">Arbeitnehmers</a> werden im <a href="Arbeitsrecht_(Deutschland)" title="Arbeitsrecht (Deutschland)">Arbeitsrecht</a> unter dem Begriff Treuepflicht zusammengefasst. Sie erwächst aus dem Grundsatz von <a href="Treu_und_Glauben" title="Treu und Glauben">Treu und Glauben</a> gemäß <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__242.html">§&nbsp;242</a></span> <a href="B%C3%BCrgerliches_Gesetzbuch" title="Bürgerliches Gesetzbuch">BGB</a>, ihr Pendant ist die <a href="F%C3%BCrsorgepflicht" title="Fürsorgepflicht">Fürsorgepflicht</a> des <a href="Arbeitgeber" title="Arbeitgeber">Arbeitgebers</a>. Hiernach hat der Arbeitnehmer die zur Aufrechterhaltung des ungestörten <a href="Arbeitsablauf" title="Arbeitsablauf">Betriebsablaufs</a> erforderlichen <a href="Verhaltensregel" class="mw-redirect" title="Verhaltensregel">Verhaltensregeln</a> einzuhalten, die <a href="Betriebsordnung" title="Betriebsordnung">Betriebsordnung</a> zu beachten sowie die <a href="Arbeitsschutz" title="Arbeitsschutz">Arbeitsschutz</a>- und <a href="Unfallverh%C3%BCtungsvorschriften" title="Unfallverhütungsvorschriften">Unfallverhütungsvorschriften</a> zu befolgen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Konkretisierung" title="Konkretisierung">Konkretisierungen</a> sind die <a href="Loyalit%C3%A4t" title="Loyalität">Loyalität</a>, Unterlassung bestimmter Handlungen (<a href="Abwerbung" title="Abwerbung">Abwerbung</a>, Annahme von <a href="Schmiergeld" title="Schmiergeld">Schmiergeldern</a>), <a href="Verschwiegenheit" title="Verschwiegenheit">Verschwiegenheit</a> oder <a href="Wettbewerbsverbot" title="Wettbewerbsverbot">Wettbewerbsverbot</a>.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>„Die gesellschaftsrechtliche Treuepflicht ist ein zentraler <a href="Rechtssatz" title="Rechtssatz">Rechtssatz</a> des <a href="Gesellschaftsrecht_(Deutschland)" title="Gesellschaftsrecht (Deutschland)">Gesellschaftsrechts</a>.“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie bestimmt Inhalt und Grenzen der Rechte, die dem einzelnen <a href="Gesellschafter" title="Gesellschafter">Gesellschafter</a> in der <a href="Gesellschaft_(Gesellschaftsrecht)" title="Gesellschaft (Gesellschaftsrecht)">Gesellschaft</a> zustehen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So ist beispielsweise der <a href="Vorstand" title="Vorstand">Vorstand</a> der <a href="Aktiengesellschaft_(Deutschland)" title="Aktiengesellschaft (Deutschland)">Aktiengesellschaft</a> zur Loyalität verpflichtet. Verletzt er die dem Unternehmen gegenüber bestehende allgemeine Treuepflicht, kann er auf <a href="Unterlassen_(Deutschland)" class="mw-redirect" title="Unterlassen (Deutschland)">Unterlassung</a> in Anspruch genommen werden. Besondere Ausprägungen der Treuepflicht sind das Wettbewerbsverbot (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__88.html">§&nbsp;88</a></span> <a href="Aktiengesetz_(Deutschland)" title="Aktiengesetz (Deutschland)">AktG</a>) und die <a href="Verschwiegenheitspflicht" title="Verschwiegenheitspflicht">Verschwiegenheitspflicht</a> (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__93.html">§&nbsp;93</a></span> Abs.&nbsp;1 AktG).
</p><p>Das Prinzip der <i><a href="Vertragstreue" class="mw-redirect" title="Vertragstreue">Vertragstreue</a></i> im <a href="%C3%96ffentliches_Recht" title="Öffentliches Recht">öffentlichen</a> und <a href="Privatrecht" title="Privatrecht">privaten Recht</a> wird durch den Grundsatz: <a href="Pacta_sunt_servanda" title="Pacta sunt servanda">Pacta sunt servanda</a> (<a href="Latein" title="Latein">lat.</a>; dt. <i><a href="Vertrag" title="Vertrag">Verträge</a> sind einzuhalten</i>) charakterisiert. Auch dieses Prinzip enthält eine Form einer juristischen Treuepflicht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><i><a href="Der_treue_Husar" title="Der treue Husar">Der treue Husar</a></i></li>
<li><a href="Hachik%C5%8D" title="Hachikō">Der treue Hund Hachikō</a></li>
<li><a href="M%C3%A4rtyrer" title="Märtyrer">Märtyrer</a></li>
<li>„<a href="Meine_Ehre_hei%C3%9Ft_Treue" title="Meine Ehre heißt Treue">Meine Ehre heißt Treue</a>“</li>
<li><a href="Punische_Treue" title="Punische Treue">Punische Treue</a></li>
<li><i><a href="Wenn_alle_untreu_werden" title="Wenn alle untreu werden">Wenn alle untreu werden</a></i></li>
<li><a href="Werktreue" title="Werktreue">Werktreue</a> (Kunst)</li>
<li><a href="Polyamorie" title="Polyamorie">Polyamorie</a></li>
<li><a href="Promiskuit%C3%A4t" title="Promiskuität">Promiskuität</a>, <a href="Sexbeziehung" title="Sexbeziehung">Sexbeziehung</a> (Affäre)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="George_C._Homans" title="George C. Homans">George C. Homans</a>: <i>Theorie der sozialen Gruppe.</i> 6. Auflage. Westdeutscher Verlag, Opladen 1972.</li>
<li><a href="Georg_Simmel" title="Georg Simmel">Georg Simmel</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://socio.ch/sim/soziologie/soz_8_ex3.htm"><i>Die Selbsterhaltung der sozialen Gruppe – Exkurs über Treue und Dankbarkeit.</i></a> In: <i>Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung.</i> Duncker &amp; Humblot, Berlin 1908, S. 438–447.</li>
<li>Georg Simmel: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://socio.ch/sim/verschiedenes/1908/treue.htm"><i>Treue – Ein sozialpsychologischer Versuch.</i></a> In: <i>Der Tag,</i> No. 225 vom 10. Juni 1908, Erster Teil: <i>Illustrirte Zeitung</i> (Berlin).</li>
<li>Nikolaus Buschmann, Karl Borromäus Murr (Hrsg.): <i>Treue. Politische Loyalität und militärische Gefolgschaft in der Moderne.</i> Vandenhoeck &amp; Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-36740-7.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Markus Spieker: <i>Mono. Die Lust auf Treue.</i> Pattloch, 2011, ISBN 978-3-629-02281-3.</li>
<li><a href="Otto_Friedrich_Bollnow" title="Otto Friedrich Bollnow">Otto Friedrich Bollnow</a>: <i>Wesen und Wandel der Tugenden.</i> Ullstein, Frankfurt 1958, S. 154–174.</li>
<li><a href="Romano_Guardini" title="Romano Guardini">Romano Guardini</a>: <i>Tugenden. Meditationen über Gestalten sittlichen Lebens.</i> Werkbund-Verlag, Würzburg 1963, S. 79–87.</li>
<li><a href="Nicolai_Hartmann" title="Nicolai Hartmann">Nicolai Hartmann</a>: <i>Ethik.</i> 3. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1949, S. 464–468.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Treue" class="extiw external" title="wikt:Treue">Wiktionary: Treue</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Treue" class="extiw external" title="q:Treue">Wikiquote: Treue</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Treue"><i>Treue</i></a> im <a href="Duden" title="Duden">Duden</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/2011/15/Ps-Treue-Studien?page=all"><i>Treue – das ewige Ideal.</i></a> In: <i><a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a>.</i> Nr. 15 vom 7. April 2011.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Gerhard Köbler: <i>Etymologisches Rechtswörterbuch.</i> 1995, S. 409.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Ronald Kelm: <i>Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung in der Pflege</i>. 2012, S. 39.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Piet Diepholz, Jan Eckhard von Horn: <i>Arbeitsrecht für Steuerberater</i>. 2008, S. 50.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Peter_Ulmer" title="Peter Ulmer">Peter Ulmer</a>: <i>MünchKomm BGB.</i> 2002, § 705, Rn. 181.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+81%2C+263">BGHZ 81, 263</a></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Jens Boysen: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-12289"><i>Rezension zu: Buschmann, Nikolaus: Murr, Karl Borromäus (Hrsg.): „Treue. Politische Loyalität und militärische Gefolgschaft in der Moderne.“ Göttingen 2008</i></a>. In: <i><a href="H-Soz-u-Kult" class="mw-redirect" title="H-Soz-u-Kult">H-Soz-u-Kult</a>.</i> 12. Februar 2010.</span>
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